Wer neue Felgen kaufen möchte, sollte die wichtigsten technischen Daten seines Fahrzeugs kennen. Neben dem Felgendurchmesser spielen insbesondere Felgenbreite, Lochkreis und Einpresstiefe eine entscheidende Rolle. Bereits kleine Abweichungen können Auswirkungen auf Fahrverhalten, Freigängigkeit und Zulässigkeit haben.
In diesem Ratgeber von Prok-Raeder.de erfahren Sie, wie Sie die passende Felgengröße ermitteln, wo Sie die Einpresstiefe finden und welche Grenzen bei Änderungen zu beachten sind.
Die richtige Felge sorgt nicht nur für eine attraktive Optik, sondern trägt auch zur Fahrsicherheit, zum Komfort und zur optimalen Funktion der Reifen bei. Für die Auswahl sind vor allem folgende Werte relevant:
Die zulässigen Kombinationen finden Sie in den Fahrzeugunterlagen, im COC-Dokument oder auf den bereits montierten Felgen. Viele Hersteller prägen die wichtigsten Informationen direkt auf der Innenseite der Felge ein.
Eine Kennzeichnung wie 8J x 18 H2 ET42 verrät bereits zahlreiche technische Details. Die Felge besitzt eine Breite von 8 Zoll, einen Durchmesser von 18 Zoll, eine doppelte Hump-Ausführung sowie eine Einpresstiefe von 42 Millimetern.
Die Einpresstiefe beschreibt den Abstand zwischen der Felgenmitte und der Anlagefläche an der Radnabe. Dieser Wert wird in Millimetern angegeben und beeinflusst maßgeblich die Position des Rades im Radhaus.
Eine größere ET führt dazu, dass die Felge weiter im Radhaus sitzt. Eine kleinere ET lässt das Rad weiter nach außen wandern. Dadurch verändern sich Spurweite, Lenkverhalten und die Abstände zu Fahrwerks- und Karosserieteilen.
Besonders bei Fahrzeugen mit großen Bremsanlagen oder sportlichen Fahrwerken sollte die Einpresstiefe exakt zu den Herstellervorgaben passen.
Wenn keine Kennzeichnung vorhanden ist, kann die ET grundsätzlich nachgemessen werden. Hierfür eignen sich ein Messschieber oder ein präzises Maßband.
Je genauer die Messung erfolgt, desto zuverlässiger lassen sich passende Ersatzfelgen oder Zubehörfelgen auswählen.
Ob eine abweichende Einpresstiefe zulässig ist, hängt vom jeweiligen Fahrzeug und den entsprechenden Gutachten ab. Häufig werden kleinere Unterschiede von wenigen Millimetern technisch realisierbar sein, jedoch sollte jede Änderung vorab geprüft werden.
Bereits geringe Abweichungen können dazu führen, dass Reifen oder Felgen an Fahrwerks- oder Karosserieteilen schleifen. Zudem verändert sich das Fahrverhalten des Fahrzeugs.
Wird eine nicht freigegebene Felgenkombination verwendet, kann dies Auswirkungen auf die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs haben. Deshalb sollten ausschließlich Felgen mit passender Freigabe, ABE oder entsprechendem Gutachten montiert werden.
Prüfen Sie vor dem Kauf immer Lochkreis, Nabendurchmesser, Traglast und Einpresstiefe. Nicht jede optisch passende Felge ist auch technisch kompatibel.
Nutzen Sie ausschließlich Felgen mit gültiger ABE, ECE-Freigabe oder einem passenden Teilegutachten für Ihr Fahrzeugmodell.
Mit HSN und TSN aus der Zulassungsbescheinigung lassen sich passende Felgenmodelle deutlich schneller finden.
Die ET ist häufig auf der Innenseite der Felge eingeprägt oder in den Fahrzeugunterlagen beziehungsweise Gutachten dokumentiert.
ET42 bedeutet, dass die Anlagefläche der Felge 42 Millimeter von der theoretischen Felgenmitte entfernt liegt.
Das ist grundsätzlich möglich, sofern die Felgen für das Fahrzeug freigegeben sind und keine technischen Einschränkungen bestehen.
Die ET beeinflusst die Position des Rades im Radhaus und wirkt sich auf Fahrverhalten, Freigängigkeit und Fahrzeuggeometrie aus.
In der Regel werden Felgenbreite, Felgendurchmesser, Lochkreis und Einpresstiefe benötigt.
Die freigegebenen Größen finden Sie im COC-Dokument, in Gutachten oder in den technischen Unterlagen des Fahrzeugherstellers.